Kaleido Ostbelgien


Gut geschützt in die Sonne

Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Ihr Kind zuverlässig schützen und gemeinsam sicher die Sonne genießen.

Die Sonne tut unserem Körper gut, denn ihre Strahlen fördern die Produktion von Vitamin D, das für die Aufnahme von Kalzium und den Aufbau starker Knochen unverzichtbar ist. Doch die Haut von Babys und Kleinkindern ist besonders empfindlich – sie ist sehr dünn und dadurch anfälliger für die schädlichen Auswirkungen der Sonnenstrahlen.

Unzureichender Sonnenschutz kann zu Sonnenbrand, Sonnenstich oder Sonnenallergien führen. Die Folgen treten meist erst später auf. Langfristig trägt übermäßige UV-Bestrahlung zur vorzeitigen Hautalterung bei und erhöht das Risiko für Hautkrebs.

Ab wann darf mein Baby in die Sonne?

Babys unter einem Jahr sollten niemals direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Schatten bietet den besten Schutz – ob beim Spazierengehen, Spielen oder Schlafen. Auch nach dem ersten Geburtstag sollte die Sonne zwischen 11 und 16 Uhr, weiterhin gemieden werden, da die UV-Strahlung zu diesen Uhrzeiten am stärksten ist. 

Planen Sie Aktivitäten im Freien bevorzugt vor 11 Uhr oder nach 16 Uhr. So vermeiden Sie die stärkste UV-Belastung und gestalten die Zeit im Freien angenehmer für Ihr Kind. Achten Sie auf erhitzte Oberflächen wie Spielmatten, Gummifliesen, Rutschen, oder Sand, um mögliche Verbrennungen zu vermeiden.

Welche Kleidung?

Bevorzugen Sie leichte, luftige Baumwollkleidung, die angenehm sitzt.  Helle Farben reflektieren Sonnenstrahlen besser und sind ideal für warme Tage. Feuchte Baumwolle lässt UV-Strahlen durch. Wechseln Sie nasse Kleidung daher möglichst schnell.

Wählen Sie für die Kopfbedeckung Modelle aus Baumwolle mit breitem Rand sowie Nacken- und Augenschutz.

Zusätzlichen Schutz bieten Sonnenschirme, Kinderwagen-Visiere oder ein leichtes Strandzelt. Wichtig: Decken Sie den Kinderwagen nicht mit Tüchern ab – dies kann schnell zur Überhitzung führen.

Welche Sonnencreme?

Ein guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein. Kaufen Sie Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse empfindlicher Haut abgestimmt sind. Wichtig ist, dass die Sonnencreme folgende Eigenschaften besitzt:

  • Ein höherer Lichtschutzfaktor blockiert einen größeren Anteil der UV-B-Strahlen und bietet so einen besseren Schutz für empfindliche Kinderhaut. Für Kinder wird LSF 50+ empfohlen, da er sowohl vor UV-B-Strahlen (verantwortlich für Sonnenbrand) als auch vor UV-A-Strahlen (verantwortlich für Hautalterung und Hautkrebs) schützt.

    Helle Hauttypen sowie blonde oder rothaarige Kinder benötigen besonders hohen Schutz.

    Kinderhaut auch bei bewölktem Himmel schützen: Sonnenschutzmittel bietet keinen vollständigen Schutz. Selbst Kleidung und Wolken lassen einen Teil der UV-Strahlung durch.

    Die Intensität der Sonnenstrahlung hängt von den Wetterbedingungen und der Tageszeit ab. UV-Strahlen sind zu jeder Zeit präsent – deshalb ist Sonnenschutz immer wichtig. Besonders hoch ist die Sonnenintensität am Wasser oder in den Bergen. Achtung aber auch bei längeren Aktivitäten im Freien.

  • Idealerweise soll die Sonnencreme spezifisch für sensible Haut entwickelt sein, bzw. dermatologisch getestet (Hinweis „für empfindliche Haut geeignet“) und ohne bedenkliche Inhaltsstoffe (frei von Parfüm, Farbstoffen, Parabenen und Nanopartikeln).

  • Je nach Aktivität, ist wasserfeste Sonnencreme angeraten, welche zuverlässig auf der Haut bleibt und zudem insbesondere in der Nähe von Wasser oder Schnee besser schützt, da reflektierende Flächen die UV-Strahlung verstärken.

    Vermeiden Sie bei Kindern ölbasierte Sonnenschutzmittel, da sie das Risiko für Sonnenbrand erhöhen können.

Ab wann darf man Sonnencreme anwenden?

Grundsätzlich kann Sonnencreme ab der Geburt verwendet werden. Bei Babys unter 6 Monaten sollten alle Hautpartien, die der Sonne ausgesetzt sind, sparsam aufgetragen werden, da ihre besonders empfindliche Haut Schadstoffe leichter aufnehmen kann.

Regelmäßiges und großzügiges Eincremen

Ohne ausreichenden Sonnenschutz kann es bereits nach 5-10 Minuten in der Sonne zu einem Sonnenbrand kommen. Tragen Sie die Sonnenschutzcreme etwa 20-30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne großzügig auf.

Besonders wichtig ist das regelmäßige Nachcremen – nicht nur bei praller Sonne, sondern auch nach dem Spielen, Schwitzen oder Abtrocknen. Für optimalen Schutz empfiehlt es sich, die Sonnencreme spätestens alle zwei Stunden erneut aufzutragen.

Vergessen Sie nicht empfindliche Hautstellen an Ohren, Händen, Füßen, Nacken, Nase und Wangenknochen.

Achten Sie auf das Haltbarkeitsdatum Ihrer Sonnencreme. Abgelaufene Creme sollte nicht mehr verwendet werden.

Auch die Augen brauchen Sonnenschutz

Kinderaugen reagieren besonders empfindlich auf Sonnenlicht und UV-Strahlen. Vor allem bei extremer UV-B-Belastung, wie bei längeren Aufenthalten im Schnee oder durch die Reflexion von Wasser, kann es zu schmerzhaften Entzündungen der Horn- und Bindehaut kommen.

Eine hochwertige Sonnenbrille mit UV-Filter ist unverzichtbar. Achten Sie darauf, dass die Brille gut sitzt und der Größe Ihres Kindes entspricht.

Tipp: Gewöhnen Sie Ihr Kind frühzeitig an das Tragen einer Sonnenbrille und erklären Sie ihm, warum sie wichtig ist. Es wird schnell merken, wie angenehm die Brille für die Augen ist.

Wie wähle ich die geeignete Sonnenbrille?

Die Filterqualität von Sonnenbrillen wird durch europäische Normen geregelt. Achten Sie beim Kauf auf die CE-Kennzeichnung, gefolgt von einer Zahl (0 bis 4), die den Blendschutz angibt:

 

 

 

 

 

 

Beispiele: Für die mitteleuropäische Sonne reicht in der Regel die Filterstärke 2. Bei Aufenthalten am Meer oder am Strand empfiehlt sich die Kategorie 3. Beim Skifahren oder in den Bergen ist Kategorie 4 optimal.

Besondere Vorsicht ist auch im Auto geboten: Selbst, wenn die meisten UVA-Strahlen von Glas abgehalten werden, besteht immer noch die Gefahr eines leichten Sonnenbrands.

Fragen? Wir stehen Ihnen jederzeit gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung.